15 Oktober 2021

Übersetzung: David Bolius

Vieles im Leben lässt sich von mehreren Seiten betrachten. Das trifft auch auf die Welt an sich zu: Wir können sie aus einer sehr materialistischen Perspektive anschauen. Oder eben auch aus einer immateriellen Perspektive. Die beiden Männer diskutieren hochfliegende Themen auf sehr persönliche, ja intime Weise. Das geht so weit, dass die Frau des Gastes, Marie-Luise Bolius, auftaucht und ausruft: 

 “Euer Gespräch ist eine Ermutigung, für die eigene Meinung einzustehen.”

Die materialistische Perspektive hat in unserem westlichen Kulturkreis eine lange Tradition. Man könnte sie in aller Knappheit zusammenfassen auf: Was ich nicht sehen (messen) kann, das gibt es nicht. Diese Sichtweise war Triebkraft des technologischen Fortschritts, des Kapitalismus als Wirtschaftssystem und des Patriarchats.

“In einer endlichen Welt können wir kein unendliches Wachstum haben. Das funktioniert einfach nicht, das ist simple Mathematik.”

Die immaterielle Perspektive hat bei uns nicht so eine starke Tradition. Sie betrachtet die Welt aus anderen Fragestellungen heraus: Was gibt es neben dem klar Sichtbaren? Was ist der Sinn meines Lebens? Wie wird mein Leben vollständiger, indem ich Spiritualität und die Begegnung mit der Natur integriere. Wie kann ich statt nur auf mich auch auf die Welt als Ganzes, auf meine Mitmenschen und alle Lebewesen schauen? Welche Perspektive oder Betrachtungsweise ist nun die bessere?

Natürlich liegt die Antwort auf diese Frage darin, dass dies kein Fall von „entweder“ – „oder“ ist. Da viele jedoch den materialistischen Ansatz für wichtiger halten, ist ein Ausgleich der Perspektiven ein unerlässlicher Beitrag zur individuellen und globalen Heilung.

In „Weltbild“ diskutieren wir ausführlich, wie ein nebeneinander dieser Perspektiven möglich ist. Es gibt Fragestellungen, bei denen eine Sichtweise zielführender ist als die andere. Im Großen und Ganzen braucht es jedoch ein sowohl als auch.

Biographie

Nach dem Studium der Technischen Chemie an der Technischen Universität Wien habe ich 6 Jahre lang in der Grundlagenforschung zum Klima in der Schweiz gearbeitet. Ich analysierte Eisbohrkerne von weit entfernten Gletschern, um den Geheimnissen vergangener Klimaschwankungen und Umweltbelastungen auf die Spur zu kommen.

Offensichtlich fand ich aber in der Wissenschaft nicht auf alle meine Fragen eine Antwort, und so wandte ich mich Reiki zu, einer spirituellen japanischen Technik zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte. Dies führte dazu, dass ich mich selbstständig machte und viele Jahre lang Reiki unterrichtete. In dieser Zeit erkannte ich, dass Spiritualität und Wissenschaft nicht grundsätzlich im Widerspruch zueinander stehen, sondern im Gegenteil durchaus befruchtend sein können.

In einer späteren Lebensphase kam mein Bedürfnis, die Ratio bei der Arbeit zu nutzen, wieder zum Vorschein. Es passte also perfekt, als meine Frau mich vor der Geburt unseres zweiten Kindes um Unterstützung in ihrem Geschäft bat. Es handelte sich dabei um Grafik- und Webdesign, und so habe ich mich vor allem mit WordPress beschäftigt und die Websites unserer Kunden betreut. Seitdem haben wir viele WordPress-Workshops gegeben. 

Webseiten

David Bolius: https://www.bolius.net
David und Marie-Luise Bolius: https://grafikwien.com

Veröffentlichungen

Bolius, D., 2006, Paläoklima-Rekonstruktion anhand von Eisbohrkernen aus den Anden und den Alpen, Dissertation, Universität Bern
Bolius, D., 2015, REIKI für Skeptiker
Bolius, ML, & D., 2021, WordPress für EinsteigerInnen

Feedback

Sponsors

Interested in sponsoring this or future RTalks?
Just get in touch with us!

More information about sponsoring can be found here.

Unfortunately there is currently no transcript available for this RTalk.

Might also interest you

Keep yourself up to date about new projects and RTalks!